Dienstag, 10. Juni 2014

Schlufrei, nein Quatsch, Schulfrei

war heute und der Große durfte zu Hause bleiben. Die Kleinen gingen gemütlich in den Kindergarten, der Große sollte eigentlich einen Tag Ferien genießen - allerdings war fast sein erster Satz: "Mir ist langweilig."
Ich: "Hey, du hast heute frei, überlege doch mal, wie du den Tag füllen möchtest. Was möchtest du gerne machen?"
Sonst kann er super alleine spielen, verliert sich in Geschichten mit Legomännchen oder baut unglaubliche Dinge - heute war das nicht drin. Alleine in den Pool ist auch nicht tagfüllend..... Er hat dann alles mal ein bißchen angespielt, war aber am Ende froh, dass er zum Friseur musste.

Da haben wir wieder mal eine Friseurin traumatisiert. Der Große spricht nicht mit den Damen, er sagt nur leise was zur Frisur und am Ende sitzt er mit einem Gesichtsausdruck da, als hätte man ihm alles Spielzeug weg genommen.

Wie ging der Tag weiter: für den Großen mit Langeweile, auch die Freundin, die nachmittags kam, konnte erst mal nichts reißen. Sie fing irgendwann an, Kirschen zu pflücken und darüber kamen die Jungs und das Mädel ins Spiel. Vom Pool in den Kirschbaum und zurück, irgendwie waren sie auf einmal alle fröhlich beschäftigt, von Langeweile war nichts mehr zu hören....
Leider habe wir den Quatsch auch nicht gehört, den sie veranstaltet haben - ganz am Ende des Tages, beim Garten aufräumen, fanden wir nämlich angebissene Kirschen im Pool. Die Freundin war schon zu Hause, die Jungs schoben sich gegenseitig die Schuld zu. Bei einem sind wir ziemlich sicher, dass er es war - der kann einfach schlecht lügen (zum Glück). Die anderen beiden sind noch unter Verdacht....
Der Große versichert glaubhaft, dass er es nicht war....

Schade, jetzt ist der Pool erst mal gesperrt.....
Bin gespannt, ob sich erstens die Kinder morgen noch daran erinnern und, noch spannender: ob wir uns morgen noch daran erinnern....

Hier noch eine Nachricht für die Oma: 
Der ganz Große möchte sehr gerne wissen, ob du die Fotos von der Fliegentür gesehen hast.... und ihn vielleicht loben könntest?

Montag, 9. Juni 2014

Pfingstmontag

Die erste Frage des Professors: "Ist immer noch frei?"
Ja, Professor, ist immer noch frei. Kein Kindergarten heute. Noch ein Urlaubstag.
Der Rabauke krabbelt zu mir ins Bett, ist einfach wach und ich finde es ungerecht, dass er immer als erster aufwacht und dann so viel Energie freisetzen kann, dass er vier weitere Leute zum Aufwachen bringt....
Naja, heute morgen ist er einigermaßen friedlich.

Die anderen beiden wachen gut auf, trinken ihren Kakao und fangen an, Lego zu spielen. Es kommt nicht oft vor, aber der Rabauke spielt mit, sie sind zu dritt friedlich miteinander (wahrscheinlich genau bis zu dem Augenblick,in dem ich das geschrieben habe), gelbe Legosteine überall im Zimmer, das ist das Korn, das eingeladen werden muss.
Liegt das an Pfingsten? Die Menschen bekamen die Gabe, miteinander zu sprechen, wenn ich mich recht erinnere, das Fest der Verständigung....
 
Der Papa und ich können in Ruhe Kaffee trinken, hach, das ist auch mal schön.
Kirschen pflücken mit schwerem Gerät

Und so geht der Tag weiter: im Pool baden, Kirschen pflücken, Erdbeeren pflücken, Besuch bekommen von zwei blonden Mädchen, mit deren ganzen Familie Mittag essen, mit den Rädern an einen Bach fahren, einen Staudamm bauen, dann meckern, weil der wieder zerstört werden muss - aber er war fast dicht, wo soll denn das Wasser dann hin? - eine alte Mühle angucken (heute ist Weltmühlentag oder so), mit Papa Porsche (das ist kein toller Porsche, ein sogenannter Youngtimer der früher mal abwertend "Hausfrauenporsche" genannt wurde und innen drin sehr dem Golf ähnelt, aber, das klingt schon gut: "Wir fahren Porsche"... oder?) fahren, abwechselnd.
Der Professor war dabei eingeschlafen und ein wenig schräg drauf, als er wieder kam. Er weinte hysterisch: "I's will mit Papa Pommes kaufen....." (das muss er geträumt haben, dass Papa im Porsche mit ihm Pommes kauft) in Endlosschleife. Ein großes Stück Schokolade hat ihm zum Glück wieder in die Realität geholfen. 
 
Im Fluss wird hart gearbeitet! Wie schön, dass wir Sandalen haben, die das mitmachen... :)

Und der Rest des Tages: spielen, essen, beim Schlafen gehen behaupten, man wäre jetzt aber echt noch nicht müde und dann, kaum verlässt die Mama den Raum, ist man eingeschlafen. 
Alles in Allem: schon wieder ein Urlaubstag. 
Danke, Sonne!

Sonntag, 8. Juni 2014

Pfingsten und die neue Fliegentür

 So schön ist es in den Erdbeerbeeten.... Der Papa sagt, dass er bei 50 Gläsern Erdbeermarmelade ist (nee, 49, eins mussten wir heute anbrechen, die Jungs wollten einen neuen Erdbeermaladebrot Weltrekord aufstellen). Ok, die Marmeladenerdbeeren sind nicht alle aus unserem Garten, da wurden welche dazugepflückt, aber egal, in den Beeten brummt es, wir haben genug für Kuchen, Marmelade und zum satt essen!

 Und hier, tada, für die Oma: die neue Fliegentür. Mit Drahgeflecht (oder so), extra stabil und doch sehr leicht, die Luft geht durch, die Fliegen nicht. Sie hat sogar einen Rahmen bekommen, so dass man die Löcher in der Wand nicht mehr sehen kann - also, Oma, die sollte dir gefallen, oder? Für die Kinder gibt es einen Exrtagriff zum Auf- und Zumachen, der Große fordert auch massiv ein, dass die Tür geschlossen gehalten wird und der ganz Große wünscht sich ein Lob von dir, Oma!

Und noch eine Ansicht von innen, dann hast du das genaue Bild!

Was war sonst noch: es war warm! Oder besser: heiß! Wir hatten keine Lust auf einen Ausflug und deshalb haben wir den Tag im Garten verbracht:
Im alten Pool (rechts, der ist leider von Löchern übersäht und kann nicht mehr, also wird er zu Ende bespielt und darf nächste Woche mit dem gelben Sack mit fahren) und im neuen Pool, fett im Bild.... Nach dem Laufen bin ich auch einfach mit Klamotten in den Pool gefallen (in den alten) - die Kinder waren etwas verwirrt: "Papa, die Mama liegt mit Klamotten im Pool...."
Sie haben es verkraftet. 
Wir haben den Tag also verbracht mit: Baden, Baden, Baden....., eincremen, Erdbeerkuchen essen, Erdbeermaladebrot essen, vorlesen, spielen, versuchen leise zu sein (in der Mittagspause), laut spielen, Grillen mit den lieben Freunden mit franzözischen Wurzeln. 
Angefühlt hat es sich irgendwie wie Urlaub, nur dass abends jeder in sein eigenes Bett darf. 
Mehr davon!

Samstag, 7. Juni 2014

Samstag und der Sommer ist da!

Erdbeeren pflücken, Marmelade kochen, Pool baden....
 So war es den ganzen Tag hier: einfach sonnig. Gut gelaunte Kinder im Garten, voller Lebensfreude und intelligenter Einfälle....- ähh, irgendwas stimmt hier noch nicht..... ach ja, der ein oder andere blöde Quatsch wird wohl dabei gewesen sein, sie haben nun mal Ideen..... Fazit: ein schöner Tag!
Viele Erdbeeren, viel Zeit im Pool verbracht, vier mal einkaufen gewesen (trotz Planung), Sandkastenspielzeug gewaschen, gespielt, vorgelesen, eingecremt, Erdbeerkuchen gegessen, gegrillt, den Tag laufen lassen....
 
Und das gibt es morgen: ein special für die Oma: die neue Fliegentür ist fertig. Wir müssen nur noch üben, sie auch zu zu machen....

Mittwoch, 4. Juni 2014

Frische Erdbeermarmelade (Ädbeermalade)

Seit ein paar Tage gibt es abends immer eine Schüssel Erdbeeren zu pflücken (wie sieht es bei euch aus, ihr Lieben auf Rügen?). Da die Sonne wenig scheint, sind sie zwar reif, aber nicht so richtig aromatisch... zum gleich Essen also ein bißchen zu sauer - aber zum Marmelade kochen perfekt. 

Der Papa pflückt also mit Hingabe, kocht und pürriert die Erdbeeren, meistens hat er einen der kleinen Köche an seiner Seite; er produziert endlich Nachschub für das "Marmeladenbergwerk" (ein kleines Zimmer im Stall, das am Ende der Früchtesaison dann voll sein wird mit heimischen Produkten - im Moment enthält es viele leere Gläser, Holunderblütensiurp und ENDLICH auch wieder Erdbeermalade). 

Allerdings ist noch fraglich, ob der Papa die Marmelade schneller produzieren kann, als die Kinder sie aufessen. Nach etwa einem Monat mit gekaufter Marmelade (was für ein Drama, die Papa-Malade war alle!) sind sie wie kleine Süchtige, die um Nachschub betteln. Der Große hat nach einer normalen Portion Pommes mit Calamaris 2 Marmeladenbrote inhaliert, der Rabauke fing gegen halb sechs an, etwa viertelstündlich ein halbes zu essen (bis gegen sieben) und der Professor hielt da mit...
Wenn das so weiter geht, wird es nichts mit dem Vorrat für den Winter. Außerdem müssen wir mehr Brot kaufen....

Montag, 2. Juni 2014

Warum? 5

Rabauke und Professor gerieten in ein Lied, heute abend im Bad. Es ging in etwa so: "Annanas, Banane" dabei macht man Armbewegungen und der Refrain scheint "Kiwi Kiwi Kiwi" (ganz hoch gesungen) zu sein. Bei "Kiwi" wedelt man mit den Händen.... Es hörte sich nach einem Lied aus dem Kindergarten an und sie kannten es wohl beide. Oder taten so. 
Ist es überhaupt ein Lied? Und wenn: warum singen sie über Südfrüchte? Wie wäre es mit Erdbeere, Himbeere, BromBromBrombeere? Oder so?

Und noch ein WARUM: Warum singt der Große "MeloneMeloneMelone" in Endlosschleife vor dem Schlafengehen - auch im Bad?
Ist heute Tag der Früchte aus fernen Ländern? Wer besingt die Weintraube und die Papaya? Und die Zucchini.... Vielleicht ist ja das Gemüse morgen dran?

Heute war ein normaler Tag MIT Kindergarten, nach der Arbeit eine feine Pause von allem nur für mich, Kinder abholen und dann noch ein bißchen schönes Kinderprogramm im Garten.... Wie herrlich sich doch der Alltag nach einem LANGEN Wochenende anfühlen kann..... :)

Sonntag, 1. Juni 2014

Zelten im Garten - wie Petterson und Findus

So, da hat man uns dieses große Zelt geschenkt und Schlafsäcke gab es bei Ebay.... Also, alles war bereit - bis auf das Wetter. Der Regen hielt sich so hartnäckig, dass das versprochene Vatertagszelten auf den nächsten Tag verschoben werden musste. Dann gab es aber echt kein Halten.
Zelt aufgebaut, Schlafsäcke probegelegen und dann hätte das Schlafen ruhig schon mal los gehen dürfen - aber es war erst 16.00 Uhr. Oh man, so lange warten.

Bei Pettersson machen sich die Hühner im Zelt breit, wir waren erst noch bei lieben Menschen zum lecker Grillen eingeladen. Gegen 21.20 Uhr zurück - da sollte man doch meinen, dass die kleinen Männer müde gewesen wären und direkt einschlafen konnten.... nein, so war das nicht. Findus kann auch lange nicht einschlafen, der braucht dann Pettersson, der neben ihm sitzt.

Es gab noch richtig viel Gezappel bei uns. Besonders vom Rabauken, der musste noch dies und jenes holen. Noch ein Kissen, eine Taschenlampe, ein Nachtlicht. Wir hatten Bücher, die den wöchtenlichen Bedarf eines Kindergarten decken würden, Wasser, reichlich Kissen für alle und - immer noch keine Ruhe im Rabaukenhintern. 
Das hier ist natürlich schon das Frühstück im Zelt.... 

Der Große und der Professor lagen schon gemütlich eingekuschelt, es wurde eine Geschichte vorgelesen und die Hummeln im Rabauken konnten immer noch keine Ruhe geben. Da half nur noch der gute alte Anschiss: entweder jetzt still liegen oder ab ins Haus! Das reichte, um den Rabauken für 30 Sekunden in seinem Schlafsack still werden zu lassen und das wiederum reichte zum Einschlafen. 
Als ich zum Zähenputzen ins Haus ging, war es 23.00 Uhr. In etwa. 
Die Nacht im Zelt war richtig schön - für die Kinder. Der Papa hatte "keine Ahnung wo mein Schlafsack ist" und blieb im Haus und ich hatte für mich eine kleine Stelle an der Zeltwand, mein Schlafsack ging unten auf und war früher, glaube ich, größer, die Geräusche draußen waren endlos laut, ab und an musste ich ein Kind unter einem Kissenberg hervorziehen und wieder in den Schlafsack stecken. Wenn ich dann mal schlafen konnte, dann träumte ich von einem gefährlichen Löwen, der gefüttert werden/jemanden fressen sollte und irgendwie war das mein Job (Findus konnte nicht einschlafen, weil er Angst vor dem riesigen Hecht hatte, den sie vorher gesehen hatten....).

Immerhin ließ Lord Großmaul alias Rabauke uns bis halb acht schlafen. 
Das war nett! Es ist auch in der ersten Nacht keiner ins Haus abgewandert - bei Pettersson schläft schließlich Pettersson im Zelt und der Kater in Petterssons Bett, so war es bei uns nicht. 

Am zweiten Zeltabend waren die Hummeln im Rabauken wieder fürchterlich aufgeregt. Es half nichts!
Und dann, sprang er auf, nahm seinen Hond und sagte: "Gute Nacht, i's s'lafe im Haus! Morgen früh bringe i's eu's Kaffee und Kakao!" 
Weg war er! Und wir hatten Ruhe. Bis der Professor aufdrehte....

Jetzt ist das Zelt wieder abgebaut, die Schlafsäcke verstaut und die Erfahrung gemacht: wenn man mal einen kleinen, harmlosen Urlaub braucht, ist Zelten im Garten zu empfehlen, man schläft ganz woanders und muss nicht zwei Tage lang das Auto packen (einen Tag ein-, einen auspacken) oder lange fahren und um die Wäsche kann man sich auch während des "Urlaubs" kümmern.

Die Versorgung ist gut und zu uns kam auch kein grummeliger Nachbar (bei Pettersson: Gustavsson), der einen dann für verrückt hält. Unsere Nachbarn haben Humor, sind einiges von uns gewohnt und haben wieder eine lustige Geschichte zu erzählen. Also, Nachmachen empfohlen!