Montag, 18. September 2017

Montag....

Und das passt alles in einen Montag: 
der Große hat Schlagzeugtraining... äh nein, Unterricht, und zwar genau um halb zwei. Um viertel nach eins endet die Schule.... ich habe schon überlegt, das ist nur mit dem Rad zu schaffen, mit dem Auto würden wir irgendwo im Nachschulverkehr stecken bleiben. Da der Große noch nicht sooo groß ist, um da immer alleine hin zu fahren, fahre ich eben mit. Zwanzig nach eins vor der Schule treffen und los geht's. Angekommen, pfeift sich der Große schnell zwei Müsliriegel rein, weiter gehts.
Während des Unterrichts arbeite ich dann so Dinge ab, die man mit wummerndem Schlagzeug im Hintergrund abarbeiten kann...
Um 14.00 Uhr fahren wir dann nach Hause, da muss ich meist den Ranzen nehmen, der Große ist zu schlapp zu allem.... Zu Hause: mehr Essen, Pause machen (ich), Spielen (der Große), Hausaufgaben, die Kleinen holen.... mehr Spielen (Kinder), an den Schreibtisch / zur Wäsche / ... (ich). 

Der Rabauke verlangte einen neuen Schülerplaner, eine roten Mappe und zwei neue Klebestifte, seiner war vertrocknet. Wo die rote Mappe abgeblieben ist bzw. der Schülerplaner, das habe ich nicht herausgefunden - meine Frage: "Wann brauchst du denn das alles?" wurde nämlich mit "Morgen" beantwortet. Wenn der Rabauke "morgen" einen neuen Planer braucht, ... wie lange ist der alten dann schon weg? Ein oder zwei Wochen?

Nebenbei sagte der Professor: "Ich brauche auch eine neue Mappe, ich bin jetzt in Spezi." Wahnsinnsnachricht, Spezi dürfen nur die Kinder machen, die Forderbedarf (im Gegensatz zu Förderbedarf) haben, also eine tolle Auszeichnung. Die Lehrerin scheint ihm das heimlich gesagt zu haben, denn der Rabauke erfuhr genau in dem Moment auch erst davon..... Naja, dem Professor konnte ich noch kurz gratulieren, dann mußte ich den heulenden Rabauken trösten.... er will auch Spezi machen, wie einige seiner Freunde und ausgerechnet sein Bruder erreicht dieses Ziel vor ihm..... schwere Niederlage (wobei der Professor immer im Sport den Kürzeren zieht und es auch einfach mal verdient hat, der Erste zu sein).   

Ja, dann noch in den Schreibwarenladen (siehe oben), zu Hause Reste erledigen, während der Papa und der Große kochen. Heute gab es: Nudeln Carbonara (Papa), Bolognese (Großer, hat er selbst gekocht), vegetarisch (ich) und die restlichen HotDogs (vom einem meiner zwei Lieblingsbrüder und seiner tollen Freundin mitgebracht). Der Hund hatte auch noch anderes Essen.....

Und noch: Küche aufräumen, mit den Kleinen lesen üben und dann gehe ich vielleicht auch ins Bett......

Mal gucken, was in den Dienstag so alles rein passt, der ist auch nicht ohne. Danach wird die Woche erfahrungegemäß ruhiger oder es fühlt sich nach zwei vollen Tagen nicht mehr so viel an.... wer weiß.


Donnerstag, 14. September 2017

Mit dem Rad zum Leichtathletik Training

und gleich wieder zurück sind wir am Dienstag gefahren.... 

Der Tag ging damit los, dass der Rabauke ankündigte, er würde an diesem Tag das Training schwänzen. Er weiß ja genau, wie das weitergeht, ich fange dann den Vortrag "Jedes Kind muß eine Sportart betreiben" an. Wahrscheinlich predige ich da immer das Gleiche und die Kinder finden das lustig, wer weiß. 
 
Als wir dann nachmittags losfuhren, nieselte es ein bißchen .... auf halber Strecke waren wir dann in einem ausgewachsenen Platzregen, an der Turnhalle angekommen schließlich so nass, dass eigentlich nur noch nach Hause fahren und heiße Badewanne möglich war....

Und zu Hause angekommen sagte der Rabauke: "Siehst du Mama, ich habe dir doch heute morgen gleich gesagt, dass ich das Training schwänze."

Noch Fragen?!

Freitag, 1. September 2017

Wir fahren Rad

Da der Große alleine zur Schule fährt und man nur noch auf zwei Kinder aufpassen muss, fahren wir jetzt (so es das Wetter zulässt) mit dem Rad zur Grundschule der Kleinen. 

Nachdem wir so etwa 10 Tage lang meist friedlich unterwegs waren, fing der Professor an zu moppern: er möchte auch mal vorne fahren.... Oh man, friedlich war von da an aus und vorbei, es war, als würde man sich in einem Wespennest bewegen.... Der Rabauke konnte überhaupt nicht verstehen, warum der Professor vorne fahren sollte, da er, der Rabauke erstens schneller fährt und zweitens das schnellere Rad hat und der Professor so lahm ist.... ARghhhh!!!!

Natürlich konnte ich den Professor verstehen, den Rabauken auch... ich hätte am liebsten die bestehende Ordnung: Rabauke vorne, Professor hinterher, beide auf dem Bürgersteig und ich auf der Straße daneben; nicht durcheinandergebracht ("never change a winning team") - aber, der Professor muss ja auch mal zu seinem Recht kommen: also, erste Maßnahme: Rabauke fährt hinterher, Professor vorne. 
Das machte den Rabauken sauer, nein SAUER. Entweder trödelte er hinterher, blieb ganz stehen oder versuchte zu überholen, an jeder Ampel / Kreuzung und bei sonstigen Gelegenheiten versuchter er, am Professor vorbei zu kommen und schnell vor zu fahren..... dann hatten wir nache einem Kompromiss, der ihm das hinten Fahren erträglicher macht und fanden eine Regelung, bei der man ab der letzten Ampel in unserer Straße einfach fahren durfte, wie man wollte .... was soll ich sagen, war auch blöd.

Es gab täglich Mecker aus unterschiedlichen Gründen, jemand war superSAUER und eigentlich kurz vor dem Nervenzusammenbruch und schlechte Laune hatten wir eigentlich alle. Höhepunkt war dann Mittwoch auf dem Weg nach Hause: der Rabauke fuhr vor obwohl er hinterher hätte fahren sollen und war schon zu Hause, der Professor blieb heulend und schimpfend hinter der letzten Ampel stehen, ich hatte einen vollen Arbeitstag hinter mir, keine Pausen dazwischen, aktuell einen schweren Rucksack auf dem Rücken, es war der heißeste Tag des Jahres..... und so ließ ihn dann erst mal einfach stehen (von da bis zu Hause sind es 200 verkerhsentspannte Meter, es bestand keine Gefahr). 

Der Rabauke kam mir fröhlich entgegen, er hatte ja seinen Willen durchgesetzt. "Du kannst mal deinen Bruder holen, der heult nämlich an der Ampel." sagte ich zu ihm - huch, da kriegte er tatsächlich einen Schrecken und lief los. 

Irgendwie haben sie die Sache dann ganz alleine geklärt (vielleicht sollten Eltern sich nicht immer gleich dazu berufen sehen, alles zu regeln): am Donnerstag sagte der Rabauke entspannt: "Mir ist das egal, ob ich vorne oder hinten fahre." Und auf dem Rückweg sagte der Professor: "Du kannst ruhig vorne fahren, ich fahre lieber hinten."

Und seitdem fahren wir, genau wie in der Woche davor,.... aber irgendwie ein bißchen zufriedener, alle. 

Donnerstag, 17. August 2017

Der Rabauke

hat ja gerade einen Lauf in Sachen gute Laune, Nettigkeit und positives Feedback, gerade finden alle dieses gerne mal sperrige Kind einfach nur toll. 

Und dann hat er mir neulich so nebenbei erzählt, dass er 10 Euro auf dem Schulhof gefunden hat, die hat er bei der Sekretärin abgegeben und später hat sich dann herausgestellt, die 10 Euro gehörten einem Mädchen aus seiner Klasse und er konnte diesem Mädchen sagen, wo sie sich ihr Geld wieder abholen konnte. Eigentlich war er dabei, etwas ganz Anderes zu erzählen.....
Was, das habe ich vergessen, ich war so, hach,  stolz auf meinen Sohn - 10 Euro finden und von alleine wissen, was das Richtige ist: bei der Sekretärin abgeben. 

"Rabauke, wolltest du die denn nicht heimlich behalten?" habe ich mal neugierig gefragt..... Ja, überlegt hat er das schon, gab er ehrlich zu (das hätte doch jeder von uns). Aber schlußendlich hat er dann das Richtige getan. 


Rabauke - gut gelaunt

Wenn im letzten Schuljahr ein Gespräch geführt wurde über den Rabauken, dann ging es oft um schlechte Laune, um Blicke die töten können, um seine Zornesfalte. Hausaufgaben eine Qual (seiner Meinung auch unnötig), Lesen üben die Pest, jeder eine Zumutung, der das von ihm verlangte. 

Und jetzt: das Kerlchen ist ein Sonnenschein. In der Schule und im Hort, angesprochen wurde ich von der Lehrerin (die hat er schon zwei mal umarmt!!!) und den Erzieherinnen im Hort. Das Kind hat gute Laune. Kannten sie so gar nicht. Wahnsinn, zweite Klasse, nicht mehr einer der Kleinsten und das Leben ist schön. Hoffe mal, es geht so weiter.

Mittwoch, 16. August 2017

Legostadt ... die viewielte?

Legostädte hatten wir schon zahlreiche, aber diese jetzt hat es besonders in sich. Nicht, dass sie besonders groß oder schön wäre (das sind sie ja alle), das Besondere diesmal ist, dass der Rabauke voll und ganz eingestiegen ist. Seit etwa 10 Tagen baut er weder Regale in seinem Schuppen, noch mäht er Gras oder nutzt die Motorsenese, um Grasinseln hier und da zu bekämpfen - er rennt ins Haus und baut Lego. 

Wird er zu spät aus dem Hort abgeholt, kriegt er eine Krise, wenn wir noch andere Programmpunkte am Nachmittag haben - Krise, wenn er irgendetwas für uns tun soll: genau, Krise.  Er muss Lego  bauen. Als hätte man bei dem Kerlchen einen Schalter umgelegt - von "Lego-mir doch egal" auf "Legoprofi"....

Morgens steht er früher (friedlich!) auf, um Lego zu spielen (1. Krise: wenn er feststellt, dass er keine ganze Stunde zum Lego-Spielen hat), er bittet sogar darum, dass man im sein Frühstück ins Zimmer bringt, so dass er länger Lego spielen kann (2. Krise: wenn wir los müssen, in die Schule). Abends ist er sauer, wenn seine Brüder TV gucken wollen (einfach noch ein bißchen abschimmeln auf dem Sofa - die keine Ahnung wievielte Krise wegen Lego), das ist doch Zeitverschwendung - man könnte doch weiter Lego spielen!

Wie immer ist eine Fantasiewelt entstanden, es gibt zwei oder drei Gruppen, man kann Geld verdienen, z.B. wuchs beim Professor ein Baum, den wollte er selbst fällen, dabei hätte er diesen Baum für 1000 Euro verkaufen können?!?! - verstehen muss man das nicht, ich hören auch nur halb hin, wenn sie in der Legostadt unterwegs sind, drei friedlich spielende Kinder stört man einfach nicht..... Und nach all den Krisen des Rabauken ist es ja auch einfach schön, wenn er machen kann, was er sich den ganzen Tag wünscht: Lego spielen...

Donnerstag, 10. August 2017

Neues Schuljahr

In diesem Schuljahr ist wirklich alles neu, mal wieder. Der Große geht auf die "weiterführende Schule", wurde neu eingeschult, hat neue Klassenlehrer (ja, auch endlich mal Lehrer, an der Grundschule gibt es ja fast nur weibliche Lehrkräfte), neue Klassenkameraden und - er geht ja nicht mehr nach der Schule in den Hort - ganz viel Zeit. "Mama, ich liiiiieeeebe die weiterführende Schule, ich habe jetzt sooooo viel Zeit!". Um viertel nach eins einfach nach Hause fahren zu können und Schlüsselkind sein findet er wunderbar. 
Neue Hobbies hat er sich auch gleich noch zugelegt (die viele Zeit will ja gut genutzt werden): er lernt jetzt Schlagzeug, macht Leichtathletik und Handball spielt er auch. 

Während der Große jetzt zu den Kleinsten seiner Schule gehört, sind die Kleinen nicht mehr die Kleinen, sie sind jetzt alte Hase, dürfen die Erstklässler zum Hort bringen, sie wissen, wie alles läuft und fühlen sich auch ganz wunderbar. 

Da sich die Schulwege der Kinder getrennt haben, haben wir morgens plötzlich viel mehr Ruhe im Haus. Der Große geht viel später los, sein Weg ist ja nur kurz, die Kleinen fahren jetzt mehr Rad als Auto und egal, welche Fahrten wir machen:  man hat jetzt gute Chancen darauf, dass man sich friedlich bewegt, harmonisch unterhält und entspannt am Ziel ankommt (das ist soooo entspannend!). 

Und, es kommt noch besser, die Kinder sehen sich erst wieder, wenn die Zwillinge aus dem Hort geholt werden (zwischen halb drei und vier, je nach dem, welches Programm wir Eltern so haben) - und dann sind sie ausgehungert nacheinander, verziehen sich ganz oft in ein Zimmer und spielen ALLE DREI FRIEDLICH!

Jaaa, keine Sorge, sie kriegen sich dann auch wieder vernünftig in die Flicken, zoffen sich ordendtlich und werfen mit Schimpfworten um sich, der Rabauke droht, sich eine andere Familie zu suchen, das alte Spiel eben - aber viel seltener, als noch vor den Ferien. 
Surfen hat der Große in den Ferien gelernt, das ist jetzt auch sein Hobby.

   Und hier die Nase von der Rübennase: kein Babyhund mehr, das kleine Tierchen ist inzwischen ein kleiner Hund.....