Samstag, 9. November 2013

Der Plan - Fazit

das war mein Plan für heute: 

- auf dem Markt einkaufen
klappte ganz gut. Die kleinen Männer "halfen" beim Aussuchen von Obst und Gemüse, kauften Butter und Bockwürstchen, verlangten an der Wursttheke eine "Handwurst" (die Mortadella, die die Metzgereifachverkäuferinnen den Kindern immer geben). Gespielt haben sie zwischendurch auch, im Haushaltswarenladen guckten sie sich die Auslage an und besprachen die einzelnen Geräte, ein reger Austausch darüber, was sie kennen (erstaunlich viele Küchengeräte, auch solche, die wir nicht haben) oder gut finden. Die Verkäuferin war ein bißchen verwirrt, dass kleine Jungs sich so interessiert zeigen, wenn es um Küchensachen geht - naja, bei uns kocht eben der Papa, da ist das wohl kein Wunder. 
- lustige kleine Küchlein backen
wäre fast ausgefallen. Und alles andere auch. Auf dem Rückweg vom Markt sahen wir in der Fußgängerzone einen Abschleppwagen, der ein kaputtes und wohl auch zickiges Postauto aufladen sollte. Da hatten die Herren plötzlich Geduld und Sitzfleisch. Das wollten sie sehen! Wir standen über eine halbe Stunde da und guckten dem Spektakel zu - so etwas geht, aber mal einen Moment warten, wenn ich mit jemandem reden möchte .....
Leider ließ sich das Auto nicht so einfach aufladen - aber die Männer harrten aus... Zum Glück wurde es ihnen irgendwann kalt, da durften wir endlich nach Hause gehen und so kam es dazu, dass auch die Küchlein gebacken wurden.
- im Garten folgendes aufräumen: die Schaukel, die Wimpelketten, die Strickleiter, das Tampolin abbauen und die Blätter des Kirschbaums fegen.
das war von der Liste nach dem Backen noch übrig und so etwa drei Stunden Tageslicht und, man glaubt es kaum, wir gingen einfach raus und taten all die aufgezählten Dinge. Die Kinder spielten und halfen, quatschten hier und da mit den Nachbarn, genossen die Zeit im Garten und manchmal halfen sie auch mit. Die Schrauben aus dem Trampolin drehen, die Federn einsammeln, die Blätter in der Mülltonne mit den Füßen platt stapfen, alles half ein bißchen und so kann ich sagen: Plan ausgeführt.

Wahnsinn, das ist das erste Mal seit - äh, die Zwillinge da sind, dass ich einen Plan mache und der funktioniert - das fühlt sich gut an!

Einen Plan

für den Tag am Wochenende mache ich eigentlich nicht mehr. Es klappt ja dann doch nicht, weil Kinder Bedürfnisse (DRINGENDE) haben und ich am Ende zu nichts komme. An manchen Samstagen schaffe ich es nicht mal, die Wäsche zu waschen!

So, aber heute wird alles anders und überhaupt viel besser. 
Deswegen mache ich mir einen Plan, das habe ich heute vor: 
- auf dem Markt einkaufen
- lustige kleine Küchlein backen
- im Garten folgendes aufräumen: die Schaukel, die Wimpelketten, die Strickleiter, das Tampolin abbauen und die Blätter vom Kirschbaum fegen. 

Ich bin jetzt schon ganz gespannt, was ich davon auf die Reihe kriege- später mehr. 

Donnerstag, 7. November 2013

Kindersprache

macht einfach Spaß und oft wird aus einem von Kindern verdrehten Wort dann eine Art Familiesprache - bei uns weiß jeder, was "Wiffer" sind, wie man "lampt" und dass Kreissäge eigentlich ein Verb ist: "Is habe das kreisgesägt." oder auch "gekreissägt".

Am längsten begleitet uns aber schon die "Wangeleile". Der Große hat eine Zeit lang Buchstaben vertauscht, er lief dann ein "Rettwennen" und erfand auch den "Beiterbauern". Und eben die Wangeleile. 

Und heut morgen, da saß er am Frühstückstisch, erzählt etwas (habe vor Schreck total vergessen, worum es ging) und plöztlich sagte er mitten im Satz: "Langeweile"!
Nein!!!! Jetzt ist sie weg, die schöne Wangeleile! Wieder ein bißchen größer geworden, der Große.

Zum Glück wandeln die kleinen Männer in den Fußstapfen des Großen und trösten uns mit "Bandarine" und "Knackbrot" (Knäckebrot).

Dienstag, 5. November 2013

Auto fahren

- mal wieder. Neulich morgens gab es zum wiederholten Mal den Streit, wer aus welchem Fenster gucken darf. Im Auto. 
Also der Rabauke nach links, der Professor hat das rechte Fenster vorne und der Große darf hinten durch alle Fenster gucken. Wie ja bekannt ist, darf man nicht die Fahrzeuge sehen, die jemand schon mit "Bagger, Erster!" in Besitz genommen hat. Das gibt regelmäßig Stress, wenn dann doch jemand "meinen" Bagger gesehen hat....
Zum Glück sind sie ja alle angeschnallt und können "nur" brüllen und streiten, sich aber gegenseitig nichts tun, da hat man als Fahrerin viel Gelegenheit das "Durchpfeifen-Lassen" zu üben, also sich auf das Radio konzentrieren, den Nachrichten zuhören, nette Lieder mitsummen, bis der Krach von hinten aufhört und man sich mit den Kindern über den Tag unterhalten kann. 

Da ich diese Technik fast schon perfektioniert habe, hätte ich beinahe folgenden Dialog verpasst: 
Rabauke: "Professor, du darfst aus meinem Fenster gucken."
Professor: "Rabauke, du darfst auch aus meinem Fenster gucken."
Rabauke: "Du darfst auch meinen Trecker angucken."
Großer: "Und ich?"
Profssor: "Du auch."
So friedlich und lieb können die sein! Und es ist noch nicht mal Weihnachten!

Wahnsinn, es geht doch!

Montag, 4. November 2013

Obst und Gemüse

hat ja schon mal seltsame Namen. In Kindersprache heißt es dann eben: "Pakija" (das war Paprika beim Großen) oder Aprikado (gemeint war hier nicht die Aprikose sondern Avocado). Und der Name "Gurku" für das lange grüne Ding mit der Spezifizierung "sssarfe Gurku" für Gewürzgurken, der hält sich inzwischen schon fast ein Jahr. "Tomatele" und "Möhrele" (klingt schwäbisch - wie kommt das?) sind ja fast uninteressant dagegen....

In dieser Tradition kam heute der Rabauke aus dem Kindergarten. Er hatte beim Frühstück ein neues Obst kennen gelernt und verlangte, dass man es ihm kaufen und morgen mit in die Tasche packen möge. Und so heißt es:  
"Bandarine."

Samstag, 2. November 2013

Morgens bei uns

kann es so sein wie gestern: keiner wollte aufstehen, alle Kleinen waren extrem antriebslos und mussten in die Gänge gebracht werden. Das mühevolle In-den-Tag-Starten gipfelte mit einem Streit im Auto: der Papa hatte am Vortag mit dem Professor alleine eingekauft, dazu hatte er den Kindersitz des Professors auf den Beifahrersitz gestellt. Das machen wir gerne, weil man viel schöner quatschen kann mit dem einen Kind, das man dann dabei hat. 
An diesem Morgen allerdings führte die nicht aufrecht erhaltene "richtige" Ordnung der Dinge zu Streit und Schreierei. Der Professor wollte noch mal vorne sitzen, der Rabauke aber auf keinen Fall alleine in seiner Reihe. Und auf jeden Fall muß man brüllen und schreien um seinen Punkt auch echt ganz klar zu machen.....Arghhhhh!!!!! 
Der Große war außnahmsweise mal richtig groß und setzte sich entspannt auf seinen Sitz in der letzten Reihe. Freundlicherweise hielt er sich auch noch einfach aus der Streiterei raus. Wenn er zwischen seinen Brüdern vermittelt, schreit er of lauter als die beiden.... Schön, dass er das jetzt nicht tat. Der Sturm, den Professor und Rabauke anzettelten, der reicht mir. 
Wie habe ich das gelöst: die alte Ordnung her gestellt, Rabauke und Professor angeschnallt, das Geschrei ignoriert, durch mich durchwaschen lassen und darauf gehofft, dass es einfach aufhört. Irgendwann. 
Was es auch tat. Irgendwann. 

Oder wie heute: es ist kurz vor acht und es ist noch keiner wach. Alle friedlich (naja, gleich wird es los gehen), heute lesen wir Olichs auf dem Sofa und gucken dann mal, was wir noch tun wollen, bis endlich Oma und Opa kommen. Ein gemütlicher Start, ach wie schön!

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Handwerker

sind einfach Helden für unsere Jungs. 
Heute war ein Handwerker im Kindergarten, der verlegte Estrich (schreibt man das so?). Für den Estrich hatte er einen gewaltigen Handwerker Mixer (dafür gibt es bestimmt einen Fachbegriff, erstaunlich, dass wir den noch nicht kennen) dabei, rührte das Zeug an und verteilte es in einem Türeingang. 

Das war so interessant, dass wir von der Gaderobe zum Auto 20 Minuten brauchten - 4,5 Minuten zum Wechseln von Gummistiefeln auf Schuhe. Das dauerte nur so lange, weil die Jungs übereinander lagen und ein kleiner Freund helfen wollte und dann auch dazwischen lag - das machte es ein bißchen schwierig für mich zu erkennen, welcher Fuß zu welchem Schuh gehörte. Erstens waren es sechs Füße und zweitens zappelten die auch noch.  
Naja, wir kamen ja auch dann nicht weiter - wir mussten ja dem Handwerker zugucken (12 Min)... Erstaunlich, was diese aktiven Jungs an Ruhe und Geduld entwickeln, wenn sie das für nötig halten. Aber wehe, ich quatsche in der Stadt mal mit jemandem!
Der Handwerker fand es entweder ganz nett, einen kleinen Fanclub zu haben oder trug seine Zuschauer mit Fassung. 
3,5 Minuten zum Auto brauchen wir auch immer, man muss ja noch die Fahrräder vor der Kita checken (Rabauke), sich um den Autoschlüssel streiten (Professor), zusammenbrechen, weil man sooooo Hunger hat (der Große).

Im Auto: 
Rabauke: "Maaaama, wir haben im Kindergaten Kekse gekriegt."
Ich: "Ach ja!?"
Professor: "Ja Mami, vom Bauern."
Ich: "Von welchem Bauern?" Hä, war da ein Bauer im Kindergarten? Die kündigen doch sonst ALLES an! Was hat der wohl gemacht? Gemüse gezeigt? - Nee, ganz anders:
Professor: "Na von dem Mann der debauert hat im Kindergarten!"
Ach so, vom Handwerker hatte es Kekse gegeben.